Interview mit 72dpi Productions aus Berlin

Professionelle Fotoproduktionen und alles was dazu gehört

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72dpi Productions
Bildrechte gehören 72dpi Productions

Im heutigen Interview spreche ich mit J. Mielke von 72dpi Production aus Berlin über Produktfotografie. Dabei erzählt er wie Freiberufler von der gemeinsamen und engen Zusammenarbeit profitieren und das bestmögliche Ergebnis für den Kunden erreichen können. Außerdem geht um Fashion und um Tipps für Einsteiger in die Fotografie. Viel Spaß!

Hallo Herr Mielke, bitte stellen sie sich doch meinen Lesern kurz vor. Was ist 72dpi und was machen Sie?

Hallo Herr Breunig, 72dpi productions ist ein Zusammenschluss verschiedener Freiberufler aus den Bereichen Fotografie, Bildbearbeitung, Styling und Make-Up. Wir bieten Fotoproduktionen im Bereich E-Commerce, speziell Fashion und Accessoires, für kleine und mittlere Unternehmen an.

Seit wann gibt es euch? Ist es einfacher im Kollektiv zu arbeiten?

Jede gelungene Fotoproduktion ist immer das Ergebnis von gutem Teamwork. Das ist nicht nur eine Frage des technischen Workflows zwischen Fotografen und Bildbearbeitern. Es ist genauso wichtig, dass Make-Up, Styling, Model und Fotograf sich untereinander, den Kunden und dessen Produkt, verstehen. Mit der Zeit entstehen so Teams, die sowohl beruflich wie auch menschlich harmonieren und dadurch eine gute Arbeitsatmosphäre und einen perfekten Produktionsablauf garantieren. Es ist also bei Fotoproduktionen nicht nur einfacher in einem „Kollektiv“ zu arbeiten, es ist in meinen Augen die wichtigste Grundlage. Seit wann es uns gibt, kann ich so nicht beantworten, da man sich über die Jahre bei verschiedenen Jobs kennengelernt hat und seitdem in wechselnden Teams zusammen arbeitet. Dem ganzen einen Namen zu geben war eigentlich der unwichtigste Teil und fand irgendwann Ende 2013 statt.

Welche Rolle nehmen Sie bei 72dpi productions ein?

In erster Linie bin ich natürlich Fotograf und stehe hinter der Kamera. Aber darüber hinaus übernehme ich bei den meisten Shootings auch einen großen Teil der Produktion. Angefangen von der Planung der individuellen Bildsprache, des Looks und des Lichts, die gemeinsam mit dem Kunden erfolgt, über die Beratung zu technischen Fragen des Einfügens der Bilddaten in unterschiedliche Shopsysteme und Layouts, bis hin zu Locationsuche, Casting und Fitting der Models oder Organisation von Anreise, Unterkunft, Mietstudio und Catering.

72dpi Productions
Bildrechte gehören 72dpi Productions

Welche Art von Fotografie ist ihr Steckenpferd?

Auf jeden Fall die Modefotografie mit Model. Keine andere Darstellung kann das Produkt so persönlich und emotional präsentieren. Durch Mimik und Posing des Models bekommt jeder Artikel und jede Kollektion einen eigenen Charakter, eine eigene Stimmung und Geschichte – durch verschiedene Typen und Gesichter erwacht ein Online-Shop zum Leben. Daneben lassen sich, im Gegensatz zur HollowMan-Darstellung, durch das Posing des Models natürlich bestimmte Schnitte, Formen und Details des Produkts hervorheben oder auch ausgleichen. Was manche Kunden falsch einschätzen ist außerdem, dass auch die Produktionskosten, durch die extreme Zeitersparnis gegenüber dem Shooting an der Büste, in vielen Fällen für das Shooting mit Models sprechen.

Zu guter Letzt ist eine gelungene Produktion mit einem gut gelaunten Team aus Model, Make-Up-Artist und Styling auch einfach jedes Mal wieder ein schönes Erlebnis.

Wie bekommt man bei der Fashion Fotografie richtig schöne Bilder hin? Auf was kommt es ganz besonders an?

Schwer zu sagen. Neben den technischen Voraussetzungen, also professionellem Equipment, spielen in der Modefotografie vor allem zwischenmenschliche Aspekte und das Team, die Leistung und Kreativität jedes Beteiligten, eine große Rolle. Wie bei jeder Teamarbeit kann das Endergebnis nur so gut sein, wie das „schwächste Glied in der Kette“. Es ist also von enormer Wichtigkeit, ein gutes Team zu haben, auf das man sich bei jeder Produktion verlassen kann. Psychologie spielt natürlich, genauso wie das Surrounding, eine wichtige Rolle. Ein gutes Verständnis zwischen Model, Fotograf und Kunden, und eine entspannte Atmosphäre sind immens wichtig. Und auch die Details sollten stimmen – selbst ein leckeres Catering, guter Kaffee oder ein gut gelaunter Assistent können ihren Teil zur Stimmung und zum Ergebnis beitragen.

Haben Sie einen Tipp für Einsteiger im Bereich Produktfotografie? Wie sollen diese starten?

Neben der klassischen Fotografenlehre in einem Betrieb (sollte natürlich ein Werbefotostudio sein, und kein Porträt- oder Passbild-Studio) gibt es noch das Studium oder die Assistenz, um den Beruf zu erlernen. Ich empfehle eher die letzten beiden Wege. Wer nicht studieren will oder kann, sollte sich gute Studios und Fotografen suchen und über Praktika, und später Assistenzen, lernen. Ansonsten gilt wie überall: Übung macht den Meister.

Web: 72 dpi Productions


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Über Johannes 41 Artikel
Zusammen mit anderen Fotografen blogge ich über den Einsatz von Lichtzelten für Produktfotografie. Wenn du Fragen hast oder dein Wissen mit uns teilen möchtest, dann schreib doch einfach einen Kommentar oder klicke auf Kontakt.