Vorbereitung zur Produktfotografie – Ausrüstung und Set-Aufbau

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Gute Vorbereitung ist das A und O, auch wenn es um Produktfotografie geht. Wir möchten daher mit unserem Bericht am Anfang beginnen und Euch wichtige Tipps und Tricks verraten, wie man professionelle Produktfotos erstellt und was dafür nötig ist.

Die Foto-Ausrüstung

Fangen wir mit dem Foto-Equipment an, das benötigt wird um professionell zu arbeiten.

  • DSLR (z.B. die Canon EOS 2000D*) mit mindestens 12MP Auflösung (für Web würden auch 6MP ausreichen, für Print ist je mehr, desto besser)
  • Objektive, bevorzugt Festbrennweiten statt Zoom, als Bsp. 50mm f1,8* und 35mm f1,7* (damit kann man die kleineren und selbst große Produkte fotografieren. Bei sehr kleinen Artikel empfiehlt sich ein Makro-Objektiv (natürlich Festbrennweite, wie das 105mm macro)
  • Blitzanlage bzw. 2 synchronisierte Blitzgeräte (können auch manuelle ohne TTL sein)
  • Stativ* für die Kamera
  • 2 Stative für die Blitzgeräte*
  • 1 Rolle weisses Papier, je nach Produktgröße mit Mindestbreite von 2m und mehr oder Lichtzelt (um schatten- und hintergrundfrei zu fotografieren)
  • Büroartikel: wie Klebeband (durchsichtig), Gafa-Tape zum Fixieren, Cutter-Messer, Plastelin o.ä. um manche Produkte zum Stehen zu bringen, Schere
  • Aufheller: Styropor hat den Vorteil, fest und stabil zu sein, weißer Karton würde auch gehen

Noch eine kleine Anmerkung:

Die Megapixel sagen nur etwas über die Bildgröße aus, d.h. sie ist nicht entscheidend über die Qualität der Fotos. Ein Beispiel: Vergleichen wir eine Nikon D100 (DSLR) mit ca. 6MP mit einer Digitalkamera (ohne Spiegel und wechselbaren Objektiven) mit unglaublichen 24MP. Die Qualität der digitalen Spiegelreflex ist tausend mal besser als die, der kleinen Digi-Cam mit noch so viel Megapixel. Entscheidend ist der Chip der Kamera und die Objektive, die benutzt werden, gefolgt vom know-how des Fotografen.

Unsere Empfehlung
Canon EOS 2000D
Canon EOS 2000D*
  • Auflösung: 24 Megapixel
  • Sensor: CMOS-Sensor
  • ISO: 100 bis 6.400
  • Autofokus-Messfelder: 9, 1 Kreuzsensor
  • Verschlusszeiten: 30 s. bis 1/4.000 s.
Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2024 um 20:28 . Angezeigte Preise können sich geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr. Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Der Set-Aufbau

Zuerst baut man sich natürlich den Arbeitsplatz auf, bevor wir die empfohlene Foto-Ausrüstung einsetzen. Hier eine kleine Liste, die ein Produktfotograf unbedingt haben sollte:

  1. Genügend Platz zum Arbeiten, damit man nicht über die Stative stolpert
  2. Tisch bzw. Arbeitsfläche (höhenverstellbar) auf die Größe des Fotografen eingestellt
  3. Schreibblock um die Liste der zu fotografierenden Artikel im Blick zu haben

Stellen Sie den Tisch auf die gewünschte Höhe ein und rollen Sie die Papierrolle ab, indem Sie eine Hohlkelle bauen (rechten Winkel vermeiden). Fixieren Sie die Rolle, damit diese nicht weiter abrollt und Sie beim Fotografieren stört. Sie können auch ein Lichtzelt verwenden. Stellen Sie zuerst den Kamera-Stativ, dann die Blitz-Stative links und rechts vom Tisch auf. Sie werden merken, wie viel Platz dieser Aufbau einnimmt. Schalten Sie die Blitzgeräte, Empfänger und Sender der Funkübertragung ein. Tipp: Sortieren Sie im Vorfeld Ihre Artikel nach Größe und fangen Sie mit den kleinsten zuerst an. Kamera und Blitzgeräte vorzugsweise auf manuell stellen, die Objekte laufen erstens nicht weg und zweitens müssen Sie die Lichtstärke je nach Produkt individuell einstellen. Daher ist es sehr hilfreich, die Artikel nach Ihrer Größe zu sortieren.

Junge Frau mit Spiegelrefelexkamera

Gut zu wissen!

Du suchst noch nach der richtigen Kamera, weißt aber nicht, worauf es wirklich ankommt? Hier ist unser „Spiegelreflexkamera für Einsteiger“ Ratgeber.

Die Produktaufnahme

Jetzt wählen Sie das erste Produkt aus und setzen dieses mittig (kein goldener Schnitt bei Produktfotografie) auf Ihren Tisch, mit genügend Platz zum Hintergrund (dieser soll schließlich verschwinden bei der Aufnahme). Zur Aufnahme: Blende ab 14 wählen, in der Regel bewegt man sich bei f20 und mehr, eine Verschlusszeit anwählen (bis 1/60 und max. 1/250 Blitz-Synchronzeit vorgegeben). Durch beide Blitze haben Sie genug Licht um auf ISO 100-200 zu fotografieren. Tipp: Keine High ISO verwenden, denn das bedeutet Rauschen!
Hat man sein gewünschtes Licht eingestellt, kann es schon losgehen.

Autor: Octavian Horn | Web: Fototavi.de – mehr über den Fotografen erfahren



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