Nachbearbeitung mit Fotobearbeitungsprogrammen

Produktfotos mit einem Lichtwürfel stellen eine besondere Herausforderung an den Fotografen dar. Durch einen kontrastreichen Hintergrund werden die meisten zu fotografieren Objekte schon im Vorfeld gestochen scharf abgelichtet. Von daher müssen diese Aufnahmen in der Regel nicht aufwändig mit einem Fotobearbeitungsprogramm nachbearbeitet werden. Dennoch kann es in einigen Fällen vonnöten sein, diese Hilfsmittel zu nutzen.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören beispielsweise, Belichtungskorrekturen vorzunehmen. Normalerweise wird beim Fotografieren in einem Lichtzelt kein Blitzlicht verwendet. Hierzu stehen die seitlichen und gegebenenfalls vorderen bzw. hinteren Fotoleuchten zur Verfügung und sollten das Innere des Würfels gleichmäßig ausleuchten. Insbesondere die preisgünstigen Einsteiger-Sets bieten nur einfache Foto leuchten, die eine optimale Ausleuchtung nicht immer gewährleisten können. Um dennoch hervorragende Fotoergebnisse zu erzielen, können die Bilder mit wenig Aufwand mit einer geeigneten Fotobearbeitungssoftware* korrigiert werden.


Die Vorgehensweise bei der Nachbearbeitung

Zunächst müssen die Produktfotos von der Kamera in den Rechner eingelesen werden. Entweder wird hierbei die Speicherkarte der Kamera in das Kartenlesegerät des Computers geführt oder die Kamera wird direkt mit einem USB-Kabel mit dem PC verbunden. Liegen die Bilder auf der Festplatte des Rechners, können diese von fast jeder Fotobearbeitungssoftware bearbeitet werden. Die meisten Programme bieten die grundlegenden Funktionen, so dass man hier nicht automatisch auf hochpreisige Profiprogramme zurückgreifen muss. Sehr beliebt sind beispielsweise die Programme Adobe Photoshop oder PhotoImpact.

Aber auch zahlreiche kostenlose Fotobearbeitungsprogramme können die grundlegenden Aufgaben erledigen. Ein wichtiger Punkt wäre beispielsweise die Tonwertkorrektur. Hierbei handelt es sich um die richtige Balance der hellen und dunklen Stufen eines Schwarzweiß- oder Farbbildes. So werden beispielsweise graue Hintergründe, die eigentlich schneeweiß sein müssten, entsprechend angepasst. Diese Funktion bieten die meisten Fotobearbeitungsprogramme und sind mit einem einfachen Mausklick realisierbar. Ebenfalls können mit einer solchen Software bestimmte Farbtöne intensiv herausgestellt werden. Dies bietet sich meist dann an, wenn das eigentliche Objekt mit seiner Grundfarbe nicht auffällig genug in Szene gesetzt werden kann. Aber auch störende Hintergründe oder leichte Verunreinigungen auf der Oberfläche eines fotografierten Produktes können nachträglich beseitigt werden. Viele Programme bieten hierbei einen so genannten Korrekturpinsel an. Dabei wird die umliegende Hintergrundfarbe des Objekts verwendet, um beschädigte Bildstellen hierüber ausgleichen zu können.

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Wofür wird eine Fotobearbeitungssoftware noch benötigt?

Neben der Korrektur eines Bildes sind die meisten Programme auch in der Lage, das Bild in einem anderen Dateiformat abzuspeichern. So wird beispielsweise aus einer JPG-Datei eine GIF-Datei oder eine PNG-Datei. Aber nicht nur das Format ist von Interesse, sondern vielfach auch die eigentliche Dateigröße. In vielen Fällen müssen die Produktfotos auf einer Internetseite integriert werden.

Moderne Kameras erzeugen mit ihren hochauflösenden objektiven Bilddateien, die nicht selten etliche Megabyte groß werden können. Dies führt auf einer Webseite natürlich zu längeren Ladezeiten des Bildes. Von daher können die meisten Fotobearbeitungsprogramme die Bilder in ein kleineres Abbildungsformat konvertieren. Hierbei wird das Originalfoto auf eine bestimmte Pixelgröße herunter gerechnet. Bei diesem Verfahren tritt so gut wie kein Qualitätsverlust auf. Lediglich bei sehr alten Digitalkameras mit einer geringen Auflösung kann es beim Vergrößern eines Bildes zum so genannten Treppcheneffekt kommen. Eine leichte Unschärfe hätte dies zur Folge. Dieses Problem tritt jedoch bei der Produktfotografie mit modernen Kameras nicht auf, wenn die Fotos verkleinert werden sollen.

Nachbearbeitetes Produktfoto


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